Die akademische Basis des Begriffs „Collaboration Architecture“

In diesem Artikel (leider habe ich keinen Link zum Autor gefunden) wird viel Grundwissen und Geschichte zu „Computer Supported Cooperative Work“ beschrieben.

Zwei Anmerkungen:

„Beide Autoren beischreiben die Kollaboration von Gruppen mit- sowie untereinander und definieren drei notwendige Bereiche zur Umsetzung dieser Idee:

  • Hardware
  • Software
  • Dienste/Services“

Hier bewegen wir uns im reinen Technologie-Thema. Kultur und Habits (wer bewegt wen dazu, wie Wissen zu teilen) werden also außer acht gelassen. Collaboration Architecture ist der Oberbegriff für diese beiden großen Bestandteile: Das, was gebaut wird. Und die Frage, wie Menschen es nutzen.

Und zweitens – die gesamte Literatur, die in der Forschung, die ich zum Thema gefunden habe, zitiert wird, ist älter als 2009. Damit ist der gesamte Zeitraum, in dem endlich wirklich die gesamte Menschheit von diesen Tools berührt wurde, nicht einbezogen. Für mich ist die Entwicklung seit 2009 erst richtig interessant: Von early Twitter (2008) über Slack (2015) und jetzt die Proliferation von WhatsApp Gruppen, die für alle der Standard für Collaboration mit digitalen Tools geworden ist. Dazwischen (nicht sichtbar für die meisten) das überwältigende Messaging von Microsoft an alle Organisationen: Unsere teuren Tools machen das für euch, auch ganz ohne Strategie.

Gerade jetzt wird es noch einmal interessant: Alle reden darüber, dass die Einführung KI-Tools Design, Organisation und Leadership erfordert. Und die digitale Souveränität! Kopieren wir jetzt einfach alles, oder stellen wir noch einmal die Grundfragen, was für Tools wir brauchen, wozu sie eigentlich da sind?

Und wie der Oberbegriff für dieses Wissen eigentlich heißt? CSCW ist weder gängig noch gut definiert.

Wir brauchen ganz dringend neue Forschung.


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