Leidenschaft lebt nicht in Teams, sondern in Communities

Teams, also eine hierarchische Einheit der Organisation, haben Führungskräfte und Menschen tun ihre Arbeit, so wie sie ihnen aufgetragen wird.

Eine Community ist ganz grundlegend eine Gruppe von Menschen, die etwas gemeinsam haben. Relevant für Organisationen wird diese Gruppe, wenn sie an einem gemeinsamen Ziel arbeitet. Ein Mitarbeiter, der sich in seiner Freizeit ehrenamtlich mit dem Jugendschiff engagiert, bildet noch keine Community. Wenn sich mehrere Mitarbeiter zusammentun und Modelle für das Schifffahrtsmuseum bauen, bilden sie eine Community.

Diese Community, nennen wir sie „Miniport“, kann jetzt das Projekt fertigmachen, feiern, darüber in einem Forumsbeitrag erzählen und sich wieder auflösen. Das wäre schade, denn in dieser Community sind Kompetenzen und Leidenschaft geballt.

Wie kann die Community weiterleben? Was würde sie brauchen, um weiterhin Gutes zu machen? Was würde ihre Leidenschaft füttern?

Was, also, sind Input und Output?

Auf beiden Seiten stehen Emotionen. Leute machen etwas Gutes, weil sie etwas Gutes machen wollen. Wenn wir darüber reden, dass wir gute und schöne Dinge machen, reißen wir andere mit, schaffen mehr Leidenschaft und eine Grundlage für weitere gute, schöne Entwicklungen. Wenn wir nicht darüber reden, kann auch nichts von anderen zurück kommen, reißen wir niemanden mit, fühlen uns nicht erfüllt und sind irgendwann leer.

Stehen wir dem Thema Community und Engagement vielleicht so zögerlich gegenüber weil Emotionen, in unserer Ecke hier im Norden, allerhöchstens etwas mit Liebesbeziehungen zu tun haben und wir erst darauf aufmerksam werden, dass es sie gibt, wenn wir oder jemand, den wir kennen, im Burnout gelandet ist? Wenn wir nicht über Community reden, weil wir kaum ein Wort dafür haben, reden wir auch nicht über das, was wir investieren (Zeit, Kreativität, Leidenschaft, technische Kompetenzen) und das, was unsere Kreativität und Leidenschaft füttert.

Habe ich eine Lösung, außer mehr miteinander über diese Themen zu reden? Nein, auch nicht wirklich.


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