KI-Einführung: Der teuerste Weg herauszufinden, dass uns die Wissensarbeit fehlt.

Das große Versprechen von KI ist, uns die Arbeit abzunehmen und all unsere Probleme zu lösen.

Was passiert in der Realität, wenn KI uns die Wissenarbeit abnehmen will?

Reales Beispiel aus der Organisation, in der ich gerade arbeite:

Ein KI Tool wird eingeführt, damit Mitarbeiter, die auf der ganzen Welt verteilt sind, sich Informationen zu komplexen technischen Problemen holen können.

Das klingt erst einmal sinnvoll.

Aber dann schauen wir unter die Motorhaube und finden heraus: Die notwendige Information existiert noch nicht in einem geeigneten Format.

Diese Arbeit muss jetzt also getan werden. Die Investition wächst. Wir brauchen nicht nur das Tool, sondern auch die Information. Gut, dann stellen wir 4 Leute dafür ein.

Dann stellt sich ein neues Problem heraus: Die Information ändert sich ständig. Die Informationen über Neuerungen werden auch nicht in einem geeigneten Format bereitgestellt. Neuerungen kommen aus verschiedenen Abteilungen.

Jetzt müssen wir also an das eigentliche Problem mit Wissensarbeit: Alle Teile einer Organisation so umzustellen, dass alle ihre Arbeit irgendwie anders machen.

Die Organisation wehrt sich dagegen, macht statt Entwicklung in diese Richtung lieber Coachings und Mindfulness-Pausen.

Oh nein. Stellt sich heraus, wir müssen die Arbeit auch machen, wenn wir KI einführen. Genau das war ja die Situation, das wir durch KI umgehen wollten.

Fazit: Wenn wir das Wissen so strukturiert bereitstellen, dass es mit den richtigen Tools in die richtigen Bahnen geleitet werden kann, brauchen wir auch die KI nicht mehr.


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